David Ostrowski, Michail Pirgelis
de David Ostrowski, Renate Goldmann
Die beiden Künstler Ostrowski und Pirgelis interagieren auf unterschiedlichen Ebenen: Während Pirgelis? Kunst sich aus gefundenem Material entwickelt und in skulpturalen Objekten mündet, entstehen Ostrowskis Werke im malerischem Prozess. Der Diskurs beider Künstler zeigt sich in der zentralen Idee von Reduktion. 0Das Material für einen Grossteil seiner Arbeiten findet Michail Pirgelis auf Flugzeugfriedhöfen in Kalifornien und Arizona, wo ausrangierte Passagiermaschinen auf ihre Demontage und Weiterverwertung warten. Pirgelis trennt bestimmte Segmente aus den Karosserien, lässt sie nach Köln verschicken und verarbeitet sie dann in seinem Atelier weiter.0Schon die in Ostrowskis Arbeiten verwendeten Materialien zeugen von einem auffälligen Reduktionsversuch. Er verwendet wenig mehr als Leinwand, Grundierung, Spraydosen und Holzleisten sowie gefundene Papier-, Karton- oder Textilstücke. In einem künstlerischem Vorgang, der sowohl von der reflexiven Verweigerung bildnerischer Konventionen als auch von der methodischen Nutzung von Zufällen und Fehlern, Eingebungen und Fehlleistungen lebt, entstehen grösstenteils monochrome Werke, auf denen es zunächst anscheinend wenig zu sehen gibt. Nur manchmal und scheinbar absichtslos nehmen die Farbspuren einen zeichenhaften Charakter an, als Aerosol-Farbkreis etwa, als Andeutung einer geometrischen Form. 0Exhibition: Leopold-Hoesch-Museum, Düren, Germany (12.05.-29.05.2016).